Cocon

vom Bedürfnis nach Schutz und vom Streben nach Erkenntnis 

Ein Schrei durchbricht die Stille einer Sandwüste. In undurchsichtige Dunkelheit kommt Bewegung. Eine filigrane, skelettähnliche Hand gräbt sich heraus, eine zweite kommt hinzu. Die jedoch scheinen zu einem Wesen aus einer anderen Welt zu gehören …  Bin ich der, der ich bin? – könnte die Frage dieses wie von Geisterhand initiierten, mehrteiligen Schöpfungsaktes heißen.

„Cocon versetzt den Zuschauer in eine zeitlose Welt; aus den Sandtränen einer mythischen Mutter-Göttin entsteht ein seltsames Wesen, das sich um einen kleinen Mann kümmern wird, der wie ein Schmetterling aus einem Kokon schlüpft und allein nicht überleben könnte.

Die plastische Arbeit an den Puppen, die Ausdruckskraft der Figuren, die Geschicklichkeit der Puppenführung, die Offenbarung des Lebendigen und der metaphysischen Fragen, die damit verbunden sind, sind einfach faszinierend. Große Kunst.“

MM, Théâtre Paris Villette

„Wortlos ist das Spiel von Uta Gebert.(...) Dafür sind die Szenen – zeitweise begleitet durch wie leise murmelnde Musik – voller Zärtlichkeit.(...) Und wenn in Geberts behutsamen Spiel mit der Marionette der instrumentale Singsang verstummt, dann ist es so still im Theatersaal, dass man meinen könnte, die Besucher würden den Atem anhalten.“

Lucía Tirado, Neues Deutschland

Konzeption/ Regie/ Spiel: Uta Gebert

Musik: Morgan Daguenet

Bühne/ Puppen: Uta Gebert

Video: Silja Lex 

Koproduktion: Schaubude Berlin

Dauer: 30 min (ohne Worte)

 

Cocon kann in Kombination mit Limen oder Jakusch gezeigt werden.