Manto

„Alles was ich brauche ist: Helligkeit. Noch mehr Helligkeit … alle Helligkeit … Um meine Finsternis zu verjagen und die Finsternis dieser Welt.“

M. Bousselmi

"Manto ist die Begegnung mit dem Augenblick. Einem Augenblick aus dem Leben eines mit der Gabe der Prophezeiung begnadeten Geschöpfes, das den Zuschauer teilhaben lässt an Lust und Last genau dieser Gabe.

Der Intuition, der inneren Stimme folgend, schreitet Manto den Kreis ihres mythischen Universums aus, gleichermaßen zaghaft wie mutig, ahnend die möglichen Folgen eines jeden Schrittes.

Die fast menschengroße Puppe, auf nahezu unmerkliche Weise von der Puppenspielerin Uta Gebert animiert, getragen vom live- Gesang des Countertenors Harald Maiers, verkörpert den archaischen Typus einer Seherin, die um „das Heil der edlen Quelle“ (Goethe „Faust II“) weiß und dennoch darauf vertraut, dass ein jeder von uns Zuschauenden seinen Weg zur Erkenntnis gehen wird. Denn: „Den lieb ich, der Unmögliches begehrt.“ "

Silvia Brendenal

"Manto durchschreitet sensible Räume oder besser die Räume durchschreiten sie! Man weiss es nicht! Sie verirrt sich, dann findet sie sich und verliert sich aufs Neue! Alles verkehrt und vermischt sich, die Räume und die Töne, die Stille und die Bilder. Wie entwirrt und trennt man Realität und Empfindung? Die magische Zeit und die erlebte Zeit? Wie Trost finden mit allem, was in einem so verwirrend und unbekannt erscheint? Wie sich beruhigen?"

Michel Cerda

„Aus diffusem Hell-Dunkel entsteht Zauber, der die Phantasie packt und sie in Bewegung hält. Zwielicht schafft Räumlichkeit für Imagination. 

Uta Geberts Puppen verwenden viel Zeit, ihren Blick schweifen zu lassen. Aber niemals verraten sie, wohin sie sehen oder was genau sie betrachten. Sie schauen symbolische Räume, die nicht zu lokalisieren sind. Sie sind irgendwo und nirgends. Sie sind Zukunft, Vergangenheit, Leben, Tod. So entstehen Welten in einem leeren Raum: versucht man sie zu betreten, verschwinden sie." 

Gert Engel (Das Portrait - www.fidena.de)

Pressebericht: Théâtrorama

Le panorama du spectacle bien vivant 

»À la limite des perceptions, là où les sens frôlent le mystique, les premières apparitions de Manto sont furtivement déposées dans l’instant présent… «

Laura Lalande  10.12.2014

Pressebericht: Libération

La marionnette est un objet sacré

»Uta Gebert a présenté Manto, personnage de voyante de la mythologie qu'elle a «transcendé», au festival de Charleville-Mézières.«

Frédérique Roussel, 27.09.2015  

Konzeption/ Regie/ Spiel: Uta Gebert | Künstlerische Mitarbeit: Michel Cerda, Gabriel Hermand-Priquet, Inga Schmidt | Altus: Harald Maiers | Musik: Mark Badur, Ulrich Kodjo Wendt | Bühne/ Puppen: Uta Gebert | Lichtdesign: Fabien Bossard | Kostüme: Sonja Albartus, Nicole Reinbold, Uta Gebert | Produktion: Numen Company/ Centre Dramatique National d‘Alsace Strasbourg | Koproduktion: Schaubude Berlin, Figurentheaterfestival Erlangen | Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste e.V.